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Jubiläum

90 Jahre SPD-Ortsverein Steyerberg

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v.l.n.r.: Ortsvereinsvorsitzender Ralf Thäsler, MdB Sebastian Edathy, Wilhelm Wesemann, MdL Grant Hendrik Tonne, Chronist Heinrich Buchholz, Peter Brieber, Horst Peters

 

„20 Jahre Mauerfall, 40 Jahre Mondlandung, 60 Jahre Grundgesetz, 90 Jahre Frauenwahlrecht“, so beschrieb der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Ralf Thäsler das Jahr 2009, „ein Jahr voll mit Jubiläen und Ehrentagen“. Dazu zählte er auch das 750-jährige Steyerberger Jubiläum, in dessen Rahmen sich der SPD-Ortsverein mit einer Ausstellung über das politische und gesellschaftliche Geschehen der letzten neun Jahrzehnte beteiligte und gleichzeitig seinen 90 Geburtstag feierte.

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Begrüßung durch Ralf Thäsler

 

Eingeladen waren dazu neben den Parteimitgliedern auch Vertreter der Gemeinde Steyerberg, der anderen örtlichen Parteien, die Vorsitzenden der benachbarten Ortsvereine Stolzenau und Liebenau sowie der Kreistagsfraktion, die Mitglieder des SPD-Unterbezirksvorstand, ehemalige und jetzig Landtags- und Bundestagsabgeordnete.

 

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Barbara Deutschmann-Peters, Ralf Thäsler, MdB Sebastian Edathy, MdL Grant Hendrik Tonne

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Gäste

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Gäste

 

Der Chronist des Ortsvereins, Heinrich Buchholz, hatte auf mehreren Stelltafeln und Tischen die örtliche Parteigeschichte ebenso wie die Geschichte der Bundespartei in Bildern und Texten dargestellt, sowie Mandatsträger und Wahlergebnisse aufgelistet. Die Vielzahl der Informationen soll weiter ergänzt und aufgearbeitet werden und dann in einer Chronik in Buchform münden.

Neben Grußworten der beiden SPD-Abgeordneten Sebastian Edathy und Grant-Hendrik Tonne gab es ein kulturelles Rahmenprogramm durch Peter Brieber und Horst Peters. In einer Zeitreise von Anfang des 19. Jahrhunderts bis in die 1970er Jahre trug Brieber politische Lieder vor, Peters rezitierte Werke von Tucholsky, Kästner und Brecht aus der Zeit der Weltwirtschaftskrise, die wegen der heutigen Weltfinanzkrise wieder aktuell waren.

Peter Brieber 500

Peter Brieber

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Horst Peters

 

Zu den Jubiläumsgästen zählte auch Wilhelm Wesemann, der seit 61 Mitglied in der Sozialdemokratischen Partei ist und damit die längste Parteizugehörigkeit im Steyerberger Ortsverein vorzuweisen hat. Für seine treue Mitgliedschaft wurde er vom Vorsitzender Ralf Thäsler ausgezeichnet.

Wesemann 500

 

Aus den historischen Schriftstücken geht hervor, dass es in Steyerberg bereits im Jahre 1894 den Versuch gegeben hat einen Ortsverein zu gründen. Am 8. Juli kam es damals zu einer Veranstaltung mit zwei So-zialdemokraten aus Hannover in der Scheune des Anbauers Heinrich Büsching. Der zuvor zugesagte Saal einer örtlichen Gastwirtschaft stand wegen des Eingriffes national denkender Steyerberger nicht mehr zur Verfügung. Zu der Veranstaltung wurde sogar vom zuständigen Gendarmen versucht, die Teilnahme von Frauen zu verhindern. Da die Scheune jedoch schnell überfüllt war, wurden die Scheunentore geöffnet und so konnten auch Frauen den Rednern zuhören. Weil er seine Scheune zur Verfügung gestellt hatte wurde Heinrich Büsching wegen falscher Gesinnung aus dem Kriegerverein ausgeschlossen. Daraufhin verließen mehrere Mitglieder aus Sympathie zu Büsching den Kriegerverein.

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Sie sind oder waren Vorsitzende des Steyerberger SPD-Ortsvereins (v.l.n.r.): Ralf Thäsler, Wilhelm Dreeke, Barbara Deutschmann-Peters, Gerd-Jürgen Groß, Heinrich Buchholz

 

Gegründet wurde der SPD-Ortsverein Steyerberg dann im Jahr 1919 unter Mitwirkung des damaligen Reichstagsabgeordneten Josef Hartleib aus Hannover. Erster Vorsitzender war Heinrich Hesterberg, der als Zimmer-mannsgeselle auf Wanderschaft 1912 in Bre-men in die SPD eintrat. Bis 1933 war er Vorsitzender und Ratsmitglied und wurde nach der NS-Zeit wieder aktiv und 1949 so-gar für ein Jahr Bürgermeister. Er verstarb im Jahr 1978.

 
 

 
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